Textur statt Porzellan
- Basti

- 23. Feb.
- 2 Min. Lesezeit

Schlechte Ki-Inhalte erkennt man sofort. Alles glänzt, Räume wirken wie geleckt und Menschen haben Haut, auf die jede Porzellanpuppe neidisch wäre.
Aber: Je perfekter ein Bild technisch ist, desto billiger sieht es oft aus. Für unser Gehirn wirkt Perfektion beliebig und falsch.
Auch wenn dieses Problem mit Ki noch stärker wird, ist es nicht neu. Schon im 3D-Design war es wichtig, Oberflächen und Objekte mit kleinen Fehlern zu versehen, damit sie echter wirken. Kein Winkel in der Natur hat exakt 90°, keine Oberfläche ist zu 100% glatt. Was früher Handarbeit im 3D Editor war, muss heute schon beim Prompten bedacht werden, um für perfekt unperfekte Ergebnisse sorgen.
Um Ki-Ergebnisse menschlicher zu machen, nutzen wir unter anderem diese Strategien:
1. Textur statt Porzellan
Ki-Modelle neigen dazu, menschliche Haut viel zu perfekt darzustellen. Um das auszugleichen ist es wichtig, durch die richtigen Prompts dafür zu sorgen, dass die Haut natürlich dargestellt wird. Gute Beispiele dafür sind Ergänzungen wie diese: "Minor skin imperfections" (um die Glätte zu nehmen), "Slight redness around the nose" (Natürliche Durchblutung), "Small freckles and moles" (Sommersprossen und Muttermale), "Fine lines and subtle wrinkles" (Besonders wichtig bei Augen und Stirn), "Uneven skin tone" (Verhindert den Einheits-Farbton).

2. Kamerabewegung
Ki-Videos verraten sich oft auch dadurch, dass die Bewegungen der Kamera zu sauber sind. Um echt zu wirken braucht die Ki Begriffe, um menschliche Kamerabewegungen zu erzeugen, z.B. "Handheld camera shake" (Simuliert das natürliche Zittern einer Handkamera.) "Unsteady camerawork" (Erzeugt einen dokumentarischen, rohen Look.), oder "Subtle camera breathing“ (Eine ganz leichte Auf-und-Ab-Bewegung, die das Atmen eines stehenden Kameramanns imitiert.)
3. Chaos macht den Raum real
Propping und Set Dressing sind als Begriffe schon aus der Fotografie bekannt. Durch das Platzieren von Alltagsgegenständen und deren Anordnung, werden Geschichten besser und glaubhafter. Menschen hinterlassen schließlich Spuren, und erst dadurch wirken Räume nicht mehr wie Museen oder Krankenhäuser.
So kommt z.B. Leben in die Szene: "Lived-in atmosphere" (Der wichtigste Begriff, um „bewohnt“ statt „neu“ zu simulieren), "Slightly cluttered" (Verhindert die perfekte Ordnung) oder "Worn-out surfaces" (Zeigt, dass Möbel benutzt werden).
So macht man Schluss mit digitalem Plastik. Wir produzieren für Sie Videos und Kampagnen, die KI als Basis nutzen, aber nach echtem Handwerk aussehen. Lernen sie uns kennen, uns lassen Sie uns gemeinsam Ihr nächstes Projekt „menschlich“ machen.

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